| Produkt: | Das Praxisbuch Mac OS X Leopard - Die Version 10.5 im professionellen Einsatz |
| Hersteller: | Galileo Design |
| Anwendung: | Umfassendes Nachschlagewerk für Mac OS X Anwender |
| Preis: | 39,90 Euro |
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| Produkt-Link: | Galileo Design Das Praxisbuch Mac OS X Leopard - Die Version 10.5 im professionellen Einsatz |
| Review als PDF: |
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Als in der Redaktion ein Paket vom Galileo Press-Verlag abgegeben wurde, ging ich nicht davon aus, dass es sich um das Rezensionsexemplar von Kai Surendorfs "Praxisbuch für Mac OS X Leopard" handeln würde. Schwer und für ein Buch über eine noch junge Betriebssystemversion zudem ungewöhnlich dick. Mit seinen rund 750 Seiten war ich im ersten Augenblick eher skeptisch und dachte: "Wer liest das alles?". Meine Skepsis löste sich schnell in Luft auf, da das, was da vor mir lag, zu Recht als Standardwerk für Mac OS X Leopard im professionellem Einsatz zu bezeichnen ist. Fangen wir jedoch von vorne an...
Der neue Surendorf "Das Praxibuch Mac OS X Leopard - Die Version 10.5 im professionellem Einsatz", ist in sieben Themengebiete und insgesamt 25 Kapitel eingeteilt. Das Buch setzt einiges an Grundwissen über Apples Betriebssystem voraus, scheut aber auch nicht auf einzelne Tastaturkombinationen und Standard-Bedienelemente des Finders einzugehen.
In den ersten Kapiteln werden neben der Installation von Mac OS X 10.5 auch auf fast alle großen und wichtigen Neuerungen eingegangen. Hier geht es in erster Linie nicht darum, das ab sofort die Menüleiste des Finders transparent sein kann, sondern vielmehr darum, das Mac OS X mit 10.5 ein zertifiziertes UNIX-System ist und welche Befehle im Terminal welche Auswirkung haben. Bis Version 10.4 war es ein UNIX-Derivat. Viel ändert sich für den Endanwender nicht, jedoch setzt Apple jetzt auf die aktuellen vorgegebenen Standards der Open Group. Diese hat mit der UNIX Spezifikation Version 3 einige Richtlinien festgelegt, die in erster Linie für den High End bzw. industriellen Bereich bestimmt sind. So kann Apple jetzt offiziell neben IBM und Hewlett-Packard, auch in der Großindustrie Fuß fassen.
Apple hat auch in der internen Struktur von Mac OS X einiges geändert und verzichtet zum Beispiel auf das bisherige NetInfo-System und führte statt dessen ein zentrales Datenbanksystem (DSLocal) für die Benutzerkonten ein. Auch hier geht das Buch intensiv darauf ein. Gerade in diesem Punkt dürfte das Kapitel 4 "Mac OS X im Netzwerk" gerade für Systemadministratoren interessant sein.
Das ganze Buch ist erfreulicher Weise durchweg gleich schematisiert:
Über mehrere Kapitel hinweg führt Surendorf bspw. ausführlich durch das Arbeiten im Netzwerk, Benutzerverwaltung, Freigabe von Verzeichnissen & Laufwerken, ScreenSharing, Firewall und Serverdienste. Mit über 140 Seiten gehört das sechste Kapitel "Aufgaben automatisieren" neben "Das System verwalten" (152 Seiten) zu einem der umfangreichsten des Buches. Wer kennst sie nicht die Dashboard Widgets seit Mac OS X 10.4. Neu ist in Leopard, das Entwicklertool Dashcode, mit dem sehr leicht eigene Widgets erstellt werden können.
Der Autor zeigt detailliert viele Möglichkeiten von Dashboard und Dashcode auf, die Apple von Haus aus bietet. Das Anlegen von WebClips, kleine Ausschnitte aus einer Webseite, sowie das Erstellen eigener Widgets mit Dashcode wird aufgezeigt. Selbst eine Kurzeinführung in HTML, CSS und JavaScript lässt Surendorf in seinen Beispielen nicht Aussen vor. Abläufe in Mac OS X mit Automator 2 und AppleScript automatisieren teilen sich die zweite Hälfte des Kapitels.
In dieser verständlichen Art und Weise zieht sich der weitere Inhalt durch das gesamte Buch. In weiteren Kapiteln werden selbstverständlich viele weitere Fragen unter anderem zu Spotlight, Time Machine und Boot Camp, aber auch zur Farbkalibrierung und Farbmanagement sowie Druckerinstallation mit Mac OS X 10.5 Leopard ebenfalls nach Surendorfscher Ausführlichkeit behandelt.
Das Buch ist in einem angenehmen 1/3 & 2/3 Layout gehalten und teilt die Seite der geballten Informationsflut somit übersichtlich auf. Die erste äußere schmale 1/3 Spalte ist die Ergänzung zum Haupttext und bietet weitere meist in Stichpunkten gehaltene Informationen, Hinweise und Fakten. Angenehm fallen die überaus zahlreichen und sehr gut lesbaren Screenshots auf.
Durch so genannte Buch-Updates können über das Internet auf der Galileo-Webseite Änderungen, aktualisierte oder neue Kapitel kostenlos geladen werden. Derzeit gibt es eine Datei für die behandelten Dashcode-Beispiele im Kapitel 6, sowie eine mehrseitige PDF-Datei mit den Neuerungen in Mac OS X 10.5.2.
Wer bereits einen Blick in das Buch von Kai Surendorf werfen möchte, dem sei das kostenlose Probe-PDF auf der Galileodesign-Produktseite ans Herz gelegt.
Das Buch ist mit den rund 750 Seiten nicht gerade als “leicht” zu bezeichnen. Mir ist kein weiteres Buch bekannt, das dieses fundierte Wissen in einer lockeren verständlichen Art und Weise vermitteln kann, wie Kai Surendorf es wieder einmal mit dem neuen “Praxisbuch” zeigt. So ziemlich alle denkbaren Fragen scheint dieses Buch in einer Ausführlichkeit zu beantworten, dass das Wort Praxis hier wörtlich zu nehmen ist. Ein Schmöker für den Ohrensessel ist es keinesfalls, man möchte das Gelesene sofort ausprobieren. Kai Surendorfs neues Standardwerk kann ich ohne jegliche Bedenken jedem Anwender weiterempfehlen, der mehr über Apples Betriebssystem wissen möchte und Interesse daran hat, sich das Arbeiten mit dem Leoparden zu vereinfachen. Der professionelle Anwender erhält mit diesem Buch ein umfassendes Nachschlagewerk.