Ein weiterer Schritt nach vorne ist Mac OS X 10.6 alle Mal, auch wird erstmalig nach vielen Jahren ein Schlußstrich für PPC-basierte Macs gezogen. Snow Leopard ist nur noch auf Intel-Macs lauffähig. Im Grunde liegt es ja auf der Hand, dass Apple mit Snow Leopard einige Änderungen in der aktuellen Programmstruktur, gerade für Pro-Apps angehen wird.
Apple wird mit dem neuen Betriebssystem sich großzügig von Altlasten wie Carbon verabschieden. Carbon diente vor Jahren Programmierern ihre Mac OS (Classic) Applikation nach Mac OS X zu portieren. Sind bereits viele aktuelle Programme mit Cocoa in Richtung Zukunft unterwegs, blieben Hauptapplikationen wie der aktuelle Finder, Final Cut Pro 6 und auch Aperture 2 Carbon-basiert auf der Strecke.
Apple hat mit 10.6 den Finder vollständig in Cocoa umgeschrieben. Jetzt fehlen nur noch die Zugpferde im Pro-Softwaresektor, damit aus ihnen keine lahmen Esel werden.
Eine Schlussfolgerung ist schnell herbeigeholt - sämtliche Programme werden mit Mac OS X 10.6 64-Bit fähig und vorrangig Coca-basiert sein, das wird auch alle Pro-Applikationen wie Final Cut Studio, Logic und Aperture betreffen.
Letzteres setzt nach unseren Informationen zu Folge Mac OS X 10.6 voraus. Aperture 3, wenn es dann so heißen wird, wurde in vielen Komponenten komplett neu geschrieben, um den Funktionen von Snow Leopard, wie 64-Bit Verarbeitung, Multicore- und aktiver GPU-Unterstützung, gerecht zu werden. Daraus resultiert eine merkbare Steigerung der Geschwindigkeit, auch auf aktueller Intel-Hardware. Gerade der Punkt Geschwindigkeit wird stark von vielen Anwendern bemängelt. Eine wesentliche Verbesserung im Workflow soll es unteranderem beim Tethered shooting geben, so unsere Quelle. Auf näheres kann sie leider nicht eingehen.
Apple hat Snow Leopard am vergangenen Montag auf der WWDC in San Francisco vorgestellt und wird im September mit der Auslieferung beginnen. Man darf gespannt sein, welche Überraschungen in vielerlei Hinsicht Mac OS X 10.6 noch bringen wird.